ANDALUSIEN - Eine Woche „Bicycle Holidays"


mit Max Hürzeler (Roger Graf) in Chiclana, Novo Sancti Petri

vom 25.Februar bis zum 3.März 2008


organisiert von Siggi Seng, Radsporthaus Seng, Petersberg-Stöckels.



(Reisebericht von H.Gerhold; Künzell)



Vorbereitung


Um gut trainiert in die anstehende Radsaison 2008 zu starten, stand seit vielen Monaten fest, Ende Februar/Anfang März 2008 die Radsaison in Andalusien zu beginnen. Genauer gesagt hatten Siggi und Christine Seng Anfang 2007 die Möglichkeit, mit einem Ihrer Bike-Partner Andalusien mit den Augen des Radfahrers kennen zu lernen, und inspiriert durch diese Eindrücke planten sie entsprechend die diesjährige Tour. Dass wir immerhin mit 29 Personen nach Jerez fliegen würden, war ursprünglich noch nicht sicher, auch nicht, ob wir 7 oder 10 Tage verreisten.

Der Tag unserer Abreise rückte näher, das Reisefieber steigerte sich, und so kam es dann, dass wir am Morgen des 25.Februar um 9.30 Uhr in Stöckels mit gepackten Koffern bereit standen. Die wichtigsten Utensilien wie Radschuhe, Helm, Trikots, Handschuhe, usw. durften natürlich nicht fehlen, beim Rest war man schon flexibler. 15 kg durfte der Koffer wiegen, als Handgepäck kamen noch mal 10 kg dazu - das musste dann aber wirklich ausreichen, und es reichte aus.



Tag 1: Montag, der 25.Februar 2008


Wir starteten um 10.15 Uhr in Richtung Frankfurt- Hahn, in Gelnhausen nahmen wir noch Rainer auf, einen Freund von Armin, und erreichten so ca. um 13.00 Uhr Frankfurt-Hahn.


Wolfgang prüft die Turbine Michael vor Einstieg Über den Wolken

Um 15.15 Uhr hob unser Ryan-Air-Flieger pünktlich ab, um in 2 ½ Stunden, die gleiche Zeit, wie wir von Stöckels nach Hahn brauchten, von Hahn nach Jerez de la Frontera zu fliegen. 17.45 Uhr landeten wir leicht verfrüht im spanischen Vorfrühling. Ein Bus brachte uns in knapper ¾ Stunde zu unserem Quartier nach Novo Sancti Petri bei Chiclana. Diese gesamte Phase der Anreise war bis dahin exakt geplant und getimet, so dass unserer Bike-Woche nichts mehr im Wege stand. Um 19.30 Uhr verabredeten wir uns zum Abendessen und konnten vorher noch bei eindrucksvollem Sonnenuntergang unsere Lieben zu Hause von unserer reibungslosen Ankunft im fernen Süden unterrichten.


Sonnenuntergang1

 


Das Abendessen gestaltete sich als sehr umfangreiches Buffet, bei dem jeder auf seine Kosten kam - und dies galt für alle der noch folgenden 6 Abende.

Mein Zimmer teilte ich mit Michael Gensler (Christines Bruder) - wir kannten uns vorher noch nicht sehr gut, die Zimmerzusammenstellung war aber wohlüberlegt, und so richteten wir uns dann auch ein. Auch für die gemeinsamen Mahlzeiten ergab sich eine eingespielte Tischgemeinschaft, die bis zu unserem letzten Frühstück am 3.März nicht verändert wurde.

Die Flasche Rioja, die ich mir mit Markus zum Essen geteilt habe, war eine gute Wahl. Um 21.30 Uhr fand im „Salle Chiclana" noch ein „get-together" mit Roger Graf und seinem Team statt, was uns auf die Möglichkeiten der vor uns liegenden Tage vorbereiten sollte.

Die größte Überraschung für uns hatte Siggi vorbereitet: Jeder von uns bekam ein Andalusien-T-Shirt mit Hobby-Radler-Aufdruck.

Gegen 21.00 Uhr fielen wir nach diesem ausgefüllten und erfolgreichen Tag müde in unsere Betten.



Tag 2: Dienstag, der 26.2.2008


Nach der ersten Nacht in diesem Jahr mit offenem Fenster und rauschendem Ozean standen wir um 7.00 Uhr auf, denn es standen einige fixe Termine an: 8.00 Uhr Frühstück; 9.00 Uhr Räder in Empfang nehmen, kurze Probefahrt und sonstige radtechnische Dinge klären.


erste Ausfahrt1Der erste Bergrote Blüte

 

Um 10.15 Uhr sollte dann unsere erste Ausfahrt beginnen, und die erste wichtige Entscheidung stand an: Wie stark fühle ich mich, um in welcher der 3 angebotenen Touren mit zu fahren? Zur Auswahl stand die Plausch-Runde (60 km ), die Hobby-Runde (ca.90 km) und die Tour-Runde (ca.120 km). Sicher wäre für mich die Hobby-Runde zu Beginn die beste Wahl gewesen, aber ich entschied mich gemeinsam mit Markus, Hans, Werner, Gerhard, Jürgen, Stefan, einer Frau aus der Eifel und Mathias (unser Guide an diesem Tag) für die anspruchsvolle Tour. Diese führte Richtung Süden, zunächst über Cabo Roche nach Conil de la Frontera.



Exkurs: „de la Frontera" heißt „an der Grenze" und erinnert an die Zeit der Reconquista (Zurückeroberung) Südspaniens von den Mauren (8.-15.Jh.) durch die Christen. Sehr viele Orte haben hier diesen Namenszusatz, der somit den „Frontverlauf" markiert und den ich im Folgenden der Einfachheit halber weglassen werde.


Das TeamDer Brunnen von Vejer

 

In Conil trafen wir dann auch auf unsere Hobby-Kollegen, die zwar nach uns gestartet waren, aber offensichtlich einen kürzeren Weg gewählt hatten, denn sie waren schon da und nutzten den ersten kleinen Stopp, um sich überschüssiger Flüssigkeit zu entledigen. So auch Marianne, die sich eigens zu diesem Zweck in ein sehr durchsichtiges Schilfgebüsch zurückgezogen hatte. Als wir an ihr vorbeifuhren, sie aber natürlich noch nicht entdeckt hatten bzw. brav in eine andere Richtung blickten, dachte sie wohl, es sei ihre Truppe, die sie möglicherweise vergessen hatte und rief voller Panik „Hier bin ich!!!" (vergesst mich nicht).

Weiter ging es über Zahara, danach eine kurze, aber ordentliche Steigung mit angekündigtem Blick nach rechts auf den Leuchtturm von Trafalgar. Bei dieser Steigung hatte man zum ersten Mal die Möglichkeit, seine Kräfte zu messen. Natürlich waren Jürgen und Hans ganz vorne, und gemeinsam mit Stefan konnte ich den höchsten Punkt ganz gut, aber doch erschöpft erreichen. Bergab dann allerdings habe ich mich dem gewagten Überholen eines Lastwagens durch Stefan nicht angeschlossen, so dass er dann deutlich vor mir am verabredeten Treffpunkt in Barbate ankam. Ich war stolz darauf, mich in dieser schnellen Truppe im Mittelfeld zu befinden.

Weiter ging es an der Küste bis Zahara de los Atunes, dann Richtung Osten in's Hinterland, vorbei an unzähligen Windkraftwerken, kurvenreich und mit starkem Gegenwind. Wir hatten in etwa 60 km zurückgelegt und die inzwischen dringend benötigte Mittagspause war für nach ca. 75 km angesagt. Wir kehrten dann in einem Reiterhof ein und aßen unsere mitgebrachten Brötchen; mir hatte glücklicherweise Bruno seine Tagesration mitgegeben, da ich einen Rucksack dabei hatte, somit waren wir gut versorgt - allerdings schlecht für Bruno: er fuhr mit der anderen Truppe.


Weiter ging es Richtung Vejer. Vejer ist vor 5 Jahren zur schönsten Stadt Spaniens gewählt worden und dies macht sich auch heute noch bemerkbar. Die Auffahrt nach Vejer war auch noch einmal recht anspruchsvoll, insbesondere, da wir inzwischen ca.80 km teilweise mit starkem Gegenwind und auch mit hoher Geschwindigkeit hinter uns hatten. Die ersten, die Vejer erreichten, waren natürlich wieder Jürgen und Hans, und um den dritten Platz kämpfte ich hartnäckig mit der Frau aus der Eifel. Oben angekommen wurden wir mit vielen unvergesslichen Impressionen belohnt.

Nach weiteren ca.30 km erreichten wir dann unser Quartier und waren froh, diese tolle Tour geschafft zu haben.

Am Ende hatten wir 120 km auf dem Tachometer, waren knapp 5 Stunden reine Fahrtzeit unterwegs, dies entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,4 km/h.

Wir hatten außer der Mittagspause keine Rast eingelegt, nicht fotografiert und den Leuchtturm von Trafalgar habe ich bis heute nicht gesehen.


Gelbe T-Shirts

Für 17.30 Uhr habe ich mich zur Massage bei Astrid angemeldet - paradiesisch! Danach Fototermin mit Siggi in unseren neuen gelben T-Shirts.

Zum Abendessen stockten wir unseren Alkoholkonsum von einer Flasche Rioja/2 Personen auf 2 Flaschen/3 Personen auf (Michael hat sich zusätzlich beteiligt) und wir gesellten uns nach dem Abendessen an der Bar zu unseren Kollegen Gerhard und Werner.

Danach schliefen wir wie im Paradies.



Tag 3: Mittwoch, der 27.2.2008


Für heute hatte ich mir vorgenommen, mit der Hobby-Gruppe zu fahren, nur musste ich feststellen, dass diese auch sehr zügig unterwegs war.

Wir fuhren zunächst über Chiclana, Richtung Porto Real und bogen dort am Krankenhaus in Richtung Osten ab, nach ca. 15 km erreichten wir Venta Andres, eine kleine Straßenbodega, auf die ich am Sonntag nochmals eingehen werde. Nach kurzer Rast fuhren wir Richtung Süden nach Medina. Medina, neben Vejer, eine weitere schöne „weiße Stadt", liegt auf einem Berg, so dass wir hier herauf wieder die Möglichkeit hatten, unsere Kräfte zu messen. Oben am Marktplatz angekommen trafen wir sowohl die Kollegen der „Tour-Gruppe" als auch unsere Frauen, die sich per Auto auf den Weg gemacht haben, um in dieser Woche die Gegend zu erkunden. Erstaunlicherweise schafften Sie nur ca. die Hälfte der Kilometer mit dem Auto, die wir mit unseren Rädern in der ganzen Woche zurücklegten.

Richtung Los Naveros erwartete uns eine wunderschöne ruhige, kurvenreiche, leicht hügelige Strecke. Von Los Naveros unternahmen wir einen kleinen Abstecher zu den Stieren, um dann auf einer noch nicht ganz fertig geteerten Piste Richtung Chiclana zu fahren.


Die Stiere Der Pool

Am Ende hatten wir 105 km auf dem Tachometer, waren etwas über 4 Stunden auf dem Rad (=23,6 km/h) und hatten ca. 700 hm überwunden.

Nach dem Abendessen gesellten wir uns wieder zu unseren Kollegen an der Bar und auf dem Rückweg zum Zimmer irrte ich mich in der Zimmertür und kehrte 2 Zimmer zu früh ein, mein Zimmerschlüssel passte offensichtlich. Allerdings wurde mir mein Irrtum erst im Badezimmer an den noch nie gesehenen Zahnpastatuben bewusst - ich war im Zimmer der 2 Markusse. Einer schlief fest und hat mich wohl nicht bemerkt, der andere erklärte mir verständnisvoll, auf was mein Fehler möglicherweise zurückzuführen war, sie hatten nicht abgeschlossen. Auf diesem Wege nochmals Entschuldigung für die späte Störung.



Tag 4: Donnerstag, der 28.2.2008


Für heute stand die „Stausee-Tour" mit dem Ziel San Jose del Valle auf dem Programm.

Wir starteten wie jeden Morgen um 10.00 Uhr und fuhren an Vejer vorbei Richtung Benalup. Hinter Benalup wurde die Landschaft recht hügelig und hinter Alcala nahmen diese Hügel sowohl von der Höhe als auch von der Häufigkeit noch zu.

Heute fiel die Wahl der Tour leicht, denn alle Touren verliefen gleich bis nach Alcala, erst hier sollte man sich entscheiden, ob man bis San Jose die etwas kürzere oder die ausgeweitete Strecke mit einem Bogen Richtung Osten fahren wollte. So waren wir auch bis Alcala 28, danach noch 15 Fahrer.


In Alcala

Auch Alcala de los Gazules war einer dieser malerischen schneeweißen Berg-Orte


Wir fuhren fast lautlos, diese Ruhe wurde nur durch das fast synchron einsetzende Klacken der Schaltung an den vielen Hügeln durchbrochen.


Jardin del Califa Orangenbaum



In San Jose machten wir leicht erschöpft eine ausgiebige Rast, unsere Frauengruppe war inzwischen bereits da. Später mussten aufwendig unsere Räder im Anhänger des Busses, der uns hier abholte, verstaut werden.

Heute fuhren wir 92 km bei 800 hm und einem Schnitt von 22,9 km/h.



Tag 5: Freitag, der 29.2.2008


An diesem Freitag fuhren wir gemütlich die kürzeste Strecke unseres Rad-Urlaubs, es waren am Ende 68 km bei einem Schnitt von 21 km/h und 400hm.

Zunächst nahmen wir uns vor, um 11.00 Uhr zum Stierauftrieb in der Nähe von Los Naveros zu sein, deshalb wählten wir wieder die im Teerprozess befindliche „Straße" - und stellten fest, dass in den letzten beiden Tagen immerhin ein zusätzlicher Abschnitt von ca. 2 km frisch geteert dazugekommen war.

Der Stierauftrieb fand aus irgendwelchen Gründen nicht statt, und so fuhren wir weiter Richtung Vejer. An der Abzweigung von La Muela kehrten wir in einer sehr einfachen, an ein Bahnwartehäuschen erinnernde Bodega ein, um daraufhin gestärkt hoch nach Muela zu fahren, auf der anderen Seite wieder runter und dann Richtung „Mama". Hier erwartete uns eine opulente Tortilla.

Markus Heil hatte sich für diesen Tag eine längere Strecke vorgenommen und verzichtete auf „Mama" zu Gunsten der wohlproportionierteren Surferinnen südlich von Conil.

Zu Hause angekommen, wurden noch einige Gruppenfotos gemacht, und abends hatten wir uns mit einer kleinen Gruppe von 7 Personen zu einem andalusischen Abend in einem romantischen Strandlokal bei Fuente del Gallo verabredet.


Bei Unter den Palmen

Tag 6: Samstag, der 1.März 2008


Heute an unserem vorletzten Bike-Tag entschied ich mich noch mal für die „Tour-Truppe" mit Marcel. Marcel war nach seinen Angaben Berufsradfahrer. In einer Gruppe von 11 Personen fuhren wir (Jürgen, Hans, Stefan Wolfgang, Peter aus München, ein Wiesbadener ein Österreicher, Marcel und ich) Richtung Osten über La Muela nach El Parralejo, eine Betonpiste schnell ins Tal vorbei an Vejer, mit Abstechern von der Hauptstrasse nach Benalup und weiter zum Barbate-Stausee; im Vergleich zum ersten vor drei Tagen war dieser Stausee auch tatsächlich zu sehen, wenn auch mit wenig Wasser. Wir rasten auch an diesem Tag, wie bereits am Dienstag, über die Piste ohne große Rast und Foto-Stopp, kehrten ein in Benalup. Hier trafen wir Chrissy mit der Plausch-Gruppe.

 

Radeln unter Palmen

 

Zurück fuhren wir über Los Naveros und dann über die ca. 10 Kilometer frisch- bzw. noch nicht geteerte Piste heimwärts. Auf diesem Abschnitt gab Marcel die Gruppe zur freien Fahrt frei und wir setzte zum Sprint an. Von den elf Teilnehmern waren Jürgen, Hans, Stefan und dann ich die Spitzentruppe. Wichtig: auch wenn sich die verbleibenden Radler durch ihre Stories diverser Alpenüberquerungen und internationaler Marathons als Profis ausgaben, im entscheidenden Spurt lagen 4 Seng-Hobbyradler vorn, trotz inzwischen 100 km zurückgelegter Strecke.

Am Ziel in Novo Sancti Petri angekommen, hatten wir 125 km auf dem Tachometer, bei ca 1000 hm und 6 Stunden Fahrtzeit; es ergab eine Durchschnittsgeschwindigkeit von exakt 27 km/h.



Tag 7: Sonntag, der 2.März 2008


Die letzte offizielle Tour unseres Andalusien Bike-Camps führte nochmals Richtung Norden bis kurz vor die Tore von Jerez. Über Chiclana, vorbei an San Fernando und Puerto Real fuhren wir bis Central de Cementos (von weithin sichtbares Zementwerk) und dann Richtung Südost im Grobverlauf der Autobahn bis Venta Andres. Wir waren inzwischen ca. 70 km gefahren und kehrten in der uns inzwischen bekannten Straßenbodega ein. Der Open Air-Bereich dieser Bodega war von Leitplanken begrenzt, die die Auffahrt zur Autobahn markierten. Dieses Lokal schien wohl aufgrund seiner Speisekarte für Familienausflüge bekannt zu sein. Jedenfalls gesellten sich um diese sonntägliche Mittagszeit zahlreiche Familie in Sonntagsbekleidung zu uns, um hier zu speisen. Erstaunlich für uns, wie „leicht" übergewichtige Südeuropäerinnen in praller Sonne, in dicken Strickjacken und fast kniehohen Stiefeln die Außentemperaturen von sicher 25-30 Grad tolerieren und dabei fettreiche Kost in Form von Schweinefleisch mit Pommes frites und Soße zu sich nehmen, um mit Sicherheit ihr Gewicht zu halten, bzw. leicht auszubauen!?!?

 

Venta Andrae Am Strand

 

Für uns bot diese kleine Oase, die wir heute zum zweiten Male ansteuerten, die ersehnte Erfrischung (mit Cola liegt man immer richtig - jedes Getränk kostet fast überall 1 €).

Gegen 14.00 Uhr ging es weiter, direkt Richtung Westen, bei ordentlichem Rückenwind erzielten wir dauerhaft Geschwindigkeiten von weit über30 km/h. Nach ca. 20 km erreichten wir das Hospital, für uns der Hinweis links abzubiegen, um über Chiclana wieder zurück zu unserem Hotel zu kommen. Ca.1 km vor dem Ziel legten wir nochmals eine kurze Rast ein und genehmigten uns ein Bier in praller Sonne. Einige von uns, die sich heute Morgen nicht gegen die Sonne geschützt hatten, holten sich spätestens hier die erwünschte Rötung für zu Hause.

Für 18.30 Uhr war eine Siegerehrung anberaumt. Neben vielen Geehrten soll hier besonders Hans Link erwähnt werden, der von uns mit 809 km in 6 Tagen die meisten Kilometer zurückgelegt hat, gefolgt von Jürgen Rausch („Kette rechts"). Die meisten von uns fuhren ca.600 km.

Besondere Ehrungen erfuhren auch unsere nicht radelnden Damen, die ja nun mal bereit waren, mit uns und ihren Partnern diese Woche zu verbringen, ohne dass sie sehr viel von Ihnen hatten.


Siggi Seng als Hauptorganisator, ohne den diese Tour in diesem Umfang mit 29 Teilnehmern niemals möglich gewesen wäre, der

  • das Team zusammengehalten hat und dafür gesorgt hat, dass wir immer geschlossen aufgetreten sind, beim Fahren und in der „Freizeit".
  • immer dafür gesorgt hat, dass keiner zurückgefallen ist
  • auch mal tolerierte, wenn sich der ein oder andere mal einer anderen Truppe angeschlossen hat
  • sichergestellt hat, dass an interessanten Plätzen Fotos für die Nachwelt geknipst werden konnten
  • uns allen ein T-Shirt (Andalusien-Tour) zur Verfügung gestellt hat, das wir immer gerne zum Abendessen trugen und um das wir nicht nur von den golfspielende „Jungsenioren" neidvoll bewundert wurden,

gebührt besondere Anerkennung.


Besonderer Dank geht hier in jedem Falle auch an die Fotografen: Monika und Wolfgang Illig, Armin, Jürgen, Siggi, Rainer und Bruno.


Den Sozialpreis hat sicher Paul Vogel verdient, der immer wieder Bruno an zu steilen Hängen unterstützte.

 

Bruno am Berg

 


Da gerade die zurückliegenden Tage recht anstrengend waren, vielleicht auch, weil wir am nächsten Morgen diesen schönen Ort verlassen mussten, gestaltete sich der letzte Abend ruhiger, aber dennoch genossen wir nochmals dieses geniale Abendbuffet und danach das eine oder andere Bier an der Bar.


 

Tag 8: Montag, der 3.März 2008

 

 

Balkon1 Balkon2

 

Balkon4hr


 

Während Siggi, Christine und Bruno noch eine Runde Rad fuhren, beschäftigten sich die anderen mit Kofferpacken, Radabgeben, usw. Um 12.00 Uhr mussten die Zimmer geräumt sein. Um 15.45 Uhr erfolgte die Abfahrt zum Flughafen und gegen 1.00 Uhr nachts waren wir wieder in Stöckels.


Nach einem einzigartigen Trip und Radfahren pur waren wir wieder zu Hause angekommen und tragen die Erinnerung in uns, die leider auch mit der Zeit etwas verblasst - vielleicht trägt dieser Bericht dazu bei, sie etwas länger zu erhalten, bzw. andere für's nächste Mal zum Mitmachen anzuregen.



P.S.:

Ich vergaß ganz zu erwähnen, das Wetter war durchgängig extrem gut - ja, wenn Engel reisen!



Zum Überblick die Orte und Touren unseres Bike-Camps:



Unsere Tourenkarte


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